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Foto: Gemeinde Apen

Ja, das haben Sie sich hier ganz richtig ausgesucht! Sie befinden sich nämlich an einem von 15 ausgesuchten Aper Lieblingsorten!

Alle diese Lieblingsorte sind bestückt mit Skulpturen des Oldenburger Künstlers Jörg Ridderbusch. Und wenn sie erzählen könnte, dann würde der Froschkönig am Aper Tief wahrscheinlich Folgendes sagen...

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Schilfrohr. Libellen. – Und dazwischen ich! Der Froschkönig mitten in seinem Teichtisch, Tischteich, ganz, wie Sie wollen! Mein Element ist natürlich das Wasser. Und davon gibt es in Augustfehn als alter Moorkolonie jede Menge! Damit die vielen, zur Entwässerung des Moores notwendigen Wasserläufe keine unüberwindlichen Hindernisse blieben, aber andererseits die Binnenschifffahrt nicht gestört wurde, baute man hier in der Gegend eine ganz bestimmte Art von Brücken, die man für passierende Schiffe aufklappen konnte. Die meisten dieser Brücken waren nach der Familie benannt, die ihr am nächsten wohnte. Deshalb heißt meine Brücke auch nach der Familie Staaßen.
Meine Brücke stand allerdings noch nicht immer hier, wo sie heute steht. Sie war dem vielen Verkehr über das Aper Tief nicht mehr gewachsen und musste ersetzt werden. Aber was sollte nun mit der schönen alten Staaßenbrücke werden? Einfach verschrotten? Dazu war sie viel zu schade! Daher kam man auf die Idee, sie an eine passende Stelle zu versetzen. Nur gut 200 Meter von ihrem ursprünglichen Standort führt sie heute als Teil eines Wanderweges über den Augustfehnkanal. Da passt es ja nun gut, dass ich hier mit meinem Tischteich und den Bänken auf den müden Wanderer oder Radfahrer warte, damit er hier so´n lütten Happenpappen nehmen kann, um wieder zu Kräften zu kommen. - Tatsächlich habe ich schon oft Leute sagen hören, dass Staaßenbrücke ihr Lieblingsort in Apen ist.
Wenn Sie hier übrigens über Stunden hinweg auf meiner Bank sitzen würden, könnte es Sie vielleicht wundern, dass der hiesige Wasserstand sich ständig ein klein wenig ändert. Das Aper Tief ist nämlich eng mit Ebbe und Flut der nahen Nordsee verbunden. Von dort aus kommt in Apen ein Tidenhub von etwa 80cm an. Aber dadurch, dass wir hier schon recht weit im Binnenland sind, hat das Aper Tief eine sehr seltene Besonderheit: Der Boden, der regelmäßig überflutet wird und wieder trockenfällt, das Watt, ist im Gegensatz zur Küste nicht durchdrungen vom Salz des Meeres. Es findet sich hier also ein Süßwasserwatt, ein sehr seltener Lebensraum für eine entsprechend seltene Flora und Fauna! Übrigens werden an den Ufern des Tiefs mit etwas Glück sogar Muschelsucher fündig!
Wenn Sie mir nun nach dem langen Sitzen auf einen Tauchgang folgen würden, dann würden Sie sehen, dass hier unter Wasser mindestens genauso viel los ist wie oberhalb. Brasse, Zander, Hecht und und und. Fisch gibt es hier in Hülle und Fülle! Wer sich darum in sehr engagierter Weise kümmert, ist der Sportfischer Verein Apen. Er ist Pächter und teilweise auch Besitzer der hiesigen Gewässer, die er pflegt, reinigt, regelmäßig die Wasserqualität überwacht und durch alljährlichen Fischbesatz die hiesige Artenvielfalt sicherzustellt. Im Zuge dessen bemüht sich der Verein mit seinen Partnern ebenfalls darum, Forelle und Lachs wieder heimisch werden zu lassen, was auch schon erste Erfolge aufweist. Irgendein toller Hecht hat mir letztens erzählt, dass der Sportfischer Verein Apen für mehr Informationen eine eigene Homepage haben soll. Als ich dem Hecht aber sagte, dass ich mit so etwas nun gar nichts anfangen kann, hat er mir nur geantwortet: Sei kein Frosch!

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