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Obwohl Kreyenbrück heute einer der flächenmäßig größten Stadtteile Oldenburgs ist, ist er noch nicht sonderlich alt, wie man auch am Bestand der Häuser und Gebäude sehen kann. Noch vor hundert Jahren ging es hier ziemlich ländlich und idyllisch zu. Lediglich die Großherzoglich-Oldenburgische Kavallerie störte manchmal die Ruhe, wenn sie mit ihren Pferden über das hiesige Übungsgelände preschte. Erst seit den 30er Jahren nahm die Unruhe stetig zu. Die Hindenburg-Kaserne wurde an der Cloppenburger Straße gebaut und in diesem Zusammenhang auch andere Gebäude, wie die ehemalige Kinderklinik, die ursprünglich zur Unterbringung des Offizierskorps diente.

Ziviles Leben entwickelte sich im größeren Umfang allerdings erst, als die Kaserne und ihre Gebäude in die so genannte Städtische Siedlung Kreyenbrück umgewandelt wurden. Es waren nach dem Ende des 2. Weltkriegs Vertriebene in so großer Zahl nach Oldenburg gekommen, dass die Stadt aus allen Nähten zu platzen drohte. Schließlich mussten alle irgend ein Dach über dem Kopf haben. Daher funktionierte man die ohnehin leer stehende Hindenburg-Kaserne zu einer Flüchtlingssiedlung um. Allerdings gehörte damals Kreyenbrück und damit auch die Städtische Siedlung in mancherlei Hinsicht noch nicht wirklich zur Stadt Oldenburg. Es gab zum Beispiel verkehrstechnisch keine regelmäßige Verbindung in die Innenstadt, daher blieb man hier wie dort auch vielfach unter sich. Erst in den 50er und 60 Jahren wurde mit Trolley-Bussen eine Verbindung hergestellt und ausgebaut. Sie erleichterte das Leben im Stadtteil Kreyenbrück auf so manche Weise und wurde von der hiesigen Bevölkerung mit großer Begeisterung angenommen. Einen weiteren Schub bekam die Entwicklung des Stadtteils mit der Auflösung der Flüchtlingssiedlung, da viele ihrer Einwohner sich mittlerweile in ihrem Umfeld so wohl fühlten, dass sie gleich an Ort und Stelle blieben bzw. sich in der Nähe niederließen. In diese Zeit gehören auch einige der Wohnblocks, die noch heute z. B.  in der v. Münnich oder in der Schüßlerstr. stehen.

Inzwischen ist Kreyenbrück selbst ein eigener Siedlungsschwerpunkt mit einem eigenen großen Einkaufscenter. Die weitere Umstrukturierung des ehemaligen Kasernengeländes gibt dem Stadtteil zusätzliche Impulse und rundet ihn nach Westen hin ab.

Darüber hinaus ist die Trennung zwischen Innenstadt und Außenbezirk Schnee von gestern. Kreyenbrück ist heute ein wichtiger und integraler Bestandteil der Stadt Oldenburg. Und so nennt sich auch das hier ansässige große, überregional bedeutsame Klinikum zu Recht ganz selbstverständlich: „Städtische Kliniken Oldenburg“.

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