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Stell dir vor, du würdest auf dem Dümmer See in einem Ruderboot sitzen. Das Wetter ist schön, aber nicht zu heiß. Die Sonne glitzert auf der Oberfläche des Sees. Es ist wunderbar ruhig, nur das Wasser plätschert in seinem ganz eigenen, immer wieder wechselnden Rhythmus gegen die Bootswand.
Du lässt deine Hand ins Wasser gleiten. Es ist angenehm kühl. Das Wasser strömt eine Weile durch deine Finger. Wie gut es sich anfühlt! So natürlich und frisch. Wie eine Einladung zum Schweben. Du malst dir aus, wie angenehm es wohl wäre, einige Züge darin zu schwimmen. Aber du hast keine Badesachen dabei. Schließlich wolltest du auf dem See rudern. Als du die Hand wieder aus dem Wasser ziehst, merkst du den kühlen Luftzug. Offenbar ist das Wasser eigentlich sogar wärmer als die Luft. Wenn du dich doch noch zu einem Bad entschlossen hättest, wäre es beim Heraussteigen aus dem Wasser vielleicht etwas kühl geworden!
In einiger Entfernung hörst du plötzlich ein Planschen. Interessiert beugst du dich vor, um nachzusehen, was es ist. Doch du siehst auf der Wasseroberfläche nur konzentrische Kreise, die sich immer weiter ausbreiten. Vielleicht war das ein Fisch, der nach einem Insekt geschnappt hat. Es könnte aber auch ein Fischotter gewesen sein, der kurz einmal aufgetaucht ist. Du stellst dir vor, wie der Fischotter mit kräftigen und doch geschmeidigen Bewegungen einem Fisch hinterherjagt. Und du weißt gar nicht, wem von beiden du Glück wünschen sollst. Na, wahrscheinlich doch eher dem Fischotter, schließlich legt er sich mächtig ins Zeug und vielleicht hat er zu Hause auch einige Junge zu füttern.
Du nimmst die Paddel wieder zur Hand und ruderst ein Stück weit das Ufer entlang. Bei jedem Ruderschlag fühlst du, wie sich die Kraft deiner Muskeln auf die Paddel überträgt, während du sie durch das Wasser ziehst.
Auf einmal segelt ein Schatten über dich hinweg. Ganz unwillkürlich hebst du deinen Blick. Es ist ein großer weißer Silberreiher. Er fliegt so niedrig, dass du genau seinen beim Flug eingeknickten Hals, seinen langen, gelben Schnabel und seine langen, dunklen Beine erkennen kannst. Was für ein prächtiger Vogel!
Du bist mit deinem Boot inzwischen den Uferzonen nahegekommen, die vielen wildlebenden Vögeln Unterschlupf und Lebensraum bieten. Du hörst sie dort laut durcheinanderrufen, -flöten und -pfeifen [Vogelrufe]. Aber du weißt, dass du nicht näher heranfahren solltest, um sie nicht zu stören. Daher drehst du wieder um und ruderst mit einem warmen Gefühl langsam zurück Richtung Hafen.
Und nun willkommen zurück in der Realität! Du befindest dich vor der Tourist-Information in Lembruch. Wenn du jetzt Lust bekommen hast auf eine reale kleine Traumreise rund um den Dümmer-See, dann helfen wir gerne weiter.

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