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Das Denkmal hier? Das erinnert an den reichen Kaufmann Huster. Einen der vielen Töddenkaufleute aus Recke. Er hat in Holland damals viel Geld verdient. Und weil er keine Kinder hatte, hat er sein gesamtes Vermögen für den Bau des Krankenhauses hier in Recke gestiftet.
Die Kaufleute aus Recke waren die meiste Zeit des Jahres unterwegs. Wenn sie im Winter in der Heimat waren, trafen sie sich hier im Gasthaus Greve. Einem bekannten Töddentreffpunkt. Die Kaufleute prahlten hier mit ihren Geschäften um die Wette und kauften von den Großhändlern noch an der Theke die Ware für die nächste Saison. Jeder Abschluss wurde reichlich begossen.
Die alten Kaufleute, die sich in Recke schon zur Ruhe gesetzt hatten, trafen sich jeden Tag bei Greve und erinnerten sich an die alten Zeiten. Viele saßen einfach schweigend vor der Theke, denn geredet hatten sie ihr Leben lang bei ihren Kunden schon genug.
Ein alter Kaufmann wollte mit seinem Wirt ein ganz pfiffiges Geschäft machen. Er bot ihm an, seine Getränke fortan pauschal mit einer täglichen Summe zu bezahlen – quasi wie ein Abo. Dem Wirt schien das eine gute Sache zu sein, doch der Durst des Kaufmanns steigerte sich durch die Aussicht auf ein gutes Geschäft. Drei Mal kündigte der Wirt deswegen das Abo, denn er merkte, dass ihn der Kaufmann übers Ohr hauen wollte. Am Ende schüttete der Kaufmann nur noch sinnlos in sich hinein, um ja keine Miesen zu machen.

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