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Auch die Schweden-Glocke von 1666 im Turm der St. Johannis Kirche erinnert an die Ereignisse im Mai 1636

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Der Verlauf dieser Straße ist prägend für ihren Namen. Sie verläuft von der Kirche St. Johannis aus direkt in Richtung Schultewerths Hof, auf dem sich während des 30-jährigen Krieges die Ereignisse, die zum Niederbrand Glandorfs am 5. Mai 1636 führten, zuspitzten. Aus dieser Richtung kamen und gingen die schwedischen Besatzungstruppen, welche zu dieser Zeit auf der Iburg als protestantisches Militär ihr Hauptquartier bezogen hatten. Die Plünderungen und Tributzahlungen aller Kriegsparteien, unter denen die umliegenden Dörfer während des gesamten Krieges zu leiden hatten, machten Glandorf zu diesem Zeitpunkt besonders zu schaffen. Weil die Glandorfer Bauern und Bürger nicht das von der Soldateska geforderte Geld aufbringen konnten, setzten diese nach einer heftigen Gegenwehr der Dorfbewohner den ganzen Ort samt Kirche und Pfarrhaus in Brand.
So wurde die geografische Lage Glandorfs, an einem der Hauptverkehrswege zwischen Münster und Osnabrück, der kleinen Gemeinde nun zum Verhängnis.
Die Schwedenstraße ist eine von mehreren Spuren, die dieser verheerende Krieg in Glandorf hinterließ.

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