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Verladung landwirtschaftlicher Güter an der Glandorfer Genossenschaft um 1955

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Der genossenschaftliche Grundgedanke des Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 - 1888) wurde in Glandorf schon früh aufgegriffen. Erste Anfänge eines solchen bäuerlichen Zusammenschlusses zur Durchsetzung gemeinschaftlicher Interessen führte zum Bau der Glandorfer Windmühle im Jahr 1839. Dennoch waren die wirtschaftlichen Verhältnisse für die Landwirtschaft und Gewerbetreibenden in den späteren Jahren um 1880 nicht rosig. Die erwirtschafteten Reingewinne waren nur gering, während andererseits die Verschuldung vieler Betriebe hoch war. Es fanden sich daher in Glandorf couragierte Bürger zusammen und gründeten 1885 den Glandorfer „Spar- und
Darlehnskassenverein“ aus dem später die Volksbank Glandorf hervorging.
Einige Zeit später, anno 1897, wurde der „Landwirtschaftliche Konsumverein“ mit 12 Mitgliedern gegründet. In jenen Jahren wurde die Produktion in der Agrarwirtschaft vielfach revolutioniert, wie zum Beispiel durch die Erfindung des Kunstdüngers. Die „Landwirtschaftliche Bezugs- u. Absatzgenossenschaft“, wie sie später genannte wurde, entwickelte sich stetig weiter. 1960 hatte bereits ein Zusammenschluss zur „Raiffeisen-Warengenossenschaft GlandorfGlane“ stattgefunden, der zu diesem Zeitpunkt schon 330 Mitglieder angehörten. Bereits 1961 wurde mit dem Bau der ersten Gebäude an diesem Standort begonnen. Der Genossenschaft standen damals neben der Mühle in eigenen Gebäuden verschiedene Produktionsstätten wie z.B. Haferquetschen und Saatreinigungsanlagen zur Verfügung. In den folgenden Jahrzehnten wuchs das genossenschaftliche Handelsunternehmen beständig weiter. 1994 billigten die Mitglieder der Raiffeisenwarengenossenschaft Glandorf-Glane-Laer
einstimmig die Verschmelzung mit dem Nachbarunternehmen in Kattenvenne.
Damit entstand die „Raiffeisen Warengenossenschaft Teuto-Süd" mit einem Umsatzvolumen von damals 20 Millionen DM. Die heutige „agritura Raiffeisen eG“ bietet ein breites Spektrum an landwirtschaftlichen Dienstleistungen, wie z.B. ein computergesteuertes Kraftfutterwerk, den Verleih von Großflächenstreuern und ein umfangreiches Düngerlager.

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