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Blick über den Glandorfer Thie um 1905, rechts im Bild die Pumpenanlage der Zisterne

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Die Zisterne war ursprünglich ein Brunnen in der Mitte des Thieplatzes, aus dem täglich die Frauen aus den umliegenden Wohn- und Geschäftshäusern das benötigte Wasser holten, als es noch kein Fließendwasser gab. Später wurde der Brunnen zu einer Zisterne ausgebaut, die ebenso Regenwasser sammelte. Das Wasser wurde dann auch als Löschwasser im Brandfall genutzt.

Lange Zeit war die Zisterne unter den Pflastersteinen des Thieplatzes verborgen und wurde erst in den frühen 2000er Jahren wieder freigelegt.

Der nach einem Entwurf der Osnabrücker Künstlerin Elisabeth Lumme neu gestaltete Brunnenplatz macht seit Oktober 2010 das Verborgene sichtbar.
Bewusst nimmt die äußere Formgebung die unterirdische Rundform der Zisterne auf. Deren Sandstein findet über der Erde seine Entsprechung im schwarzen Granit der Stufen, die das Niveau der umgebenden Pflasterfläche auf den historischen Stand der 1970er Jahre absenken. Der schwarze Granit findet sich zudem in den radial gesägten Blöcken der Brunnenskulptur wieder, die das Grundwasser aus der Zisterne an die Oberfläche befördert. Die Zisterne selbst wird durch eine große Plexiglasscheibe und durch die eingebaute Beleuchtung einsehbar.

Der Weg hinunter führt über die historischen Stufen, die mit Versatzstufen versehen sind, um den erheblichen Abstand zu verringern. Bei der Nutzung dieser Sambatreppe ist also auf den Rhythmus zu achten.

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