Rund um Rinteln gibt es eine Reihe von Sagen und Geschichten, die vom unterirdischen Volk der Zwerge erzählen. Und eine von diesen Sagen stammt aus Exten.
Es war einmal ein Extener Bauer, der hatte ein schönes Erbsenfeld, doch als es langsam an die Ernte gehen sollte, stellte er fest, dass die Schoten immer leerer und leerer wurden. Er nahm sich vor herauszufinden, wer ihn da bestahl. Deswegen legte er sich auf die Lauer und beobachtete das Feld. Aber so gespannt er auch Ausschau hielt, entdecken konnte er nichts. Jedoch hörte er immer wieder ein seltsames Rascheln.
Der Bauer ahnte schon, dass es wohl die Zwerge sein mussten, die sein Feld heimsuchten. Er überlegte kurz, dann hatte er eine Idee. Schnell rief er seinen Knecht herbei und erklärte ihm, was er vorhatte. Jeder von ihnen nahm nun das Ende eines Strickes in die Hand und so liefen sie zu zweit durch die Reihen des Feldes. Der Plan ging auf: Der straff gespannte, niedrig gehaltene Strick riss den Zwergen ihre Nebelkappen vom Kopf, woraufhin sie sichtbar wurden und der Bauer sie leicht einfangen konnte. Um ihre Freiheit und ihre Nebelkappen wiederzubekommen, mussten sie die Erbsen, die sie gestohlen hatten, teuer bezahlen. Das hat ihnen natürlich nicht geschmeckt. Daher sind sie sofort nach ihrer Auslösung in aller Eile verschwunden und nie wiedergekommen.