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An Ranne van Stemweder Berg, dür denn Ortsdeil Ousterheide geit un Radweg, un dei geit an den Rastplatz, dei no denn berühmten Heidedichter Hermann Löns benennt wuern es, vorbie. Ein prima Platz, van denn man metn Fahrrad dei Stemweder Parklandschaft orrer dei Gegend ümme denn Dümmer bekieken kann.

Nordöstlich tüsken denn Stemweder Berg un Oupendöper Fledder geit et in Richtung Norden glieks no dei Ortschaft Brouben. In Vortellsels ut denn frouen Mittelalter wet van eine „Schafstrift“, an Ousenberge langes, düer dei Ousterheide kuet (do weuten woll dei Schope langes driem), un dat es vondage dei Radweg. Hier gäf he toll gümmen Schope inne Heide un Schwiene weuden ouk toun gresen in den Staatsforsten, dei hier angrenzt, driem. No bet in dei datiger Johre van dat lesse Jahrhunnert gäf het ganz viele Flächen dei nich beackert weuden Heideflächen, gresende Schope un Heidschnucken gehörn toun normalen Bild van dei Heidelandschaft. Tüsken 1820 un 1900, weuden hier gümmen mehr Flächen von Lüe koft, dei hier siedeln wunn. Von Dage es in dei Ousterheide blouß hier un do un Hus, dei han früher meist olle Landwirtschaft. Up düssen dreugen Sandboden word Kouen, Mais, Kartuffel un ouk Spargel anbauet. Bie dei Flurbereinigung, Enne dei siebziger Johre, weuden besonders dat Fledder dröuge lecht un dordüe voännert, dat kann man vondage gümme no seihn.

Siet einigen John gelt dat Fledder un dat angrenzende Deifolder Moor jeden Herfst ols gout annomen Kranichrastplatz. Hier sind tolle Beobachtungen tou maken, dei in ganz Europa Beachtung find.

Funne ute Stein- un Bronzetied beleget eine ganz froue Besiedelung van düssen sannigen Land. Oll in dei tweiten Hälfte van 1800 heff sick dei Doktor un Heimatforscher Dr. Oskar Brosin ganz genau ümme archäologischen Aktivitäten in dei Heide kümmert. Hei heff viele wichtige un interesseante Funne maket un ouk sammelt. Einige van siene Funne käm no sien Doue in verschiedene Museen orrer sei bläben in sienen eigenen Besitz. Vondage wet wie, dat groute Deile van dei Sammlung van Dr. Brosin, volorn güngen, orrer nich mehr to fien wön.

In dei twintiger un datiger Johre van dat lesse Johrhunnert weut hier wie düchtig gram. An- reget dür hiesige Buern, dei bit Pleugen van dei Brachflächen ollerhand Funne maken, weut nu ober Johre henwech dei bekannte Archäologe Professor Langewiesche tätig. Dei heff hier in düsse Tied ziemlich gout arbeitet un noch einige in dei Heide liggende Höbelgräber fun. Sougor un Pohlsiedlung menne hei wö an düsse Stie.

Un masse Urnen un ouk Gebruksgegenstänne ut dei Stein- und Bronzetied heff hei fun un meldet. Ober ouk hier güng düer dei letzten Kriegswirren (Düenanner) ganz masse verloren.

Un no un lütken Hinweis up ein Kerl, dei in dei Johre 1853 bet 1895 hier, fast genau an düsse Stihe lebet un wirket heff. Et hannelt sick um keien anneren ols Heinrich Friedrich Busberg. Hei es an 30.10.1824 ols Jungen van den hiesigen Kofmaker geborn. Hei dö noier Hoore schnien und was ouk no bekannt os Wahrsager un Zauberer.

Hier tou Lanne weut secht „die oule Busberg“.

Ober Busbergs Kinner- un Jugendtied weit man nich viele. In siene Militärtied was hei in Luxemburg, wor Preußen doumols un Garnison ha. Van dor bröchte hei ouk siene ierste Frue met, dei ober oll frou am 31.12.1958 vostuem es. Siene tweite Frue , dei hei an 02.04.1869 freie, kämp ute Noberskop, ut Brouben.

Heinrich Busberg was un grouten Wahrsager, dei wiet ober dei Grenzen bekannt was.Hei was ouk un Wunnerdoktor un Zauberer, dei wie hei secht heff, siene Künste ut Luxemberg metbrocht har. Siene Künste wörn in dei norddütsken Gegend ganz bekannt, sou dat viele Lüe van wiet heier hier hen kämen. Sei wun sick Rot halen, sick bespreken loten orrer sei wunn weten wat noch in dei Toukunft passeien dö. Ouk in dei eigenen Gemeine heff hei for masse Upregung sorget, wenn hei nachts met ollerhand Speukerei un ouk met viele Schluck (Alkohol) seine Speukenkiekerei bedräf.

Hier nu ein Original oberliefertes Beispiel van siene Zauberkunst.

Dei oule Busberg könn lebendige Müüse maken. Hei was eis inne Wirtschaft wesen; hei was oll nich mehr ganz nöchtern. Dou löute meteiß witte Müüse upm Diske herümmeloupen und dou düe dei ganze Stom. Dei annern oawer sind olle ute Schenkstorm herutloupen.

Hei was un unheimlichen Minske.

Ober denn „oulen Busberg“ gif het no viele, toun deil upregende Geschichten, tou votelln.

Dei „oule Busberg“ starf an 15. Juli 1895 met boule 71 Johre hier in dei Heide an Altersschwäche. No sein Dout sind siene Frue un olle annern Nachkommen no Amerika utwandert. In dei hiesigen Gegend es dei Name van dei Familie ganz utstorben.

Hei süms, dei weltberühmte Zauberer lieg seid doumols friedlich up denn Kerkhoff in Oupendop.

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