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Herzlich willkommen in der Nähe einer der seltensten und schützenswertesten Landschaften der Region. Sie befinden sich im 42 Hektar großen Naturschutzgebiet „Hemmelter Moor“. Dieses bewahrt einen besonders kostbaren Schatz, und zwar einen bis zu drei Meter mächtigen Hochmoorrest mit seiner charakteristischen Torfmoosvegetation. Seit 1963 ist dieses Moorstück als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Was ist hier so besonders?
Hochmoore sind mineralsalzarme, saure und nasse Lebensräume, die ausschließlich aus Niederschlägen und durch aus der Luft eingetragene Mineralsalze versorgt werden. Bei diesem speziellen Moortyp spielt das seit Jahrtausenden währende Wachstum der Torfmoose (Sphagnum) als Torfbildner eine entscheidende Rolle.
Torfmoose sind wechselfeuchte Pflanzen, die in geringsten Konzentrationen vorkommende Nährstoffe aufnehmen und sich selbst ein saures Milieu schaffen, das Konkurrenten im Wuchs behindert. Sie können daher praktisch unbegrenzt wachsen.
Während sich die Pflanze nach oben hin entwickelt, stirbt die Basis bei Luftabschluss ab. Aus dem sich unvollständig zersetzenden Gewebe entsteht Torf.
Hochmoore sind durch Torfabbau, Trockenheit oder Schadstoffe aus der Umgebung stark gefährdet. Auch im Hemmelter Moor werden die seltenen Torfmoose zunehmend durch Baumbewuchs und Hartgräser verdrängt. Zum Erhalt des Moores gilt es daher, die Austrocknung zu verhindern und die seltenen Torfmoos-Arten zu schützen.

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