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Im Jahre 1713 war es endlich soweit. Der Bischof von Münster genehmigte den Hemmelter Bürgern, auf ihre Bittschrift hin, die Einrichtung einer eigenen Schule. Schnell wurde für die im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Kapelle ein Fachwerkhaus errichtet, in dem der größere Teil als Kapelle und der kleinere Raum als Schulraum genutzt wurde. Der Lehrer war nebenberuflich tätig.
Die Schule wuchs beständig, nach und nach wurden neue Gebäude und Anbauten errichtet. Im Jahre 1913 gingen bereits zwei Klassen, danach drei Klassen in die Hemmelter Schule.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges kamen viele Familien mit evangelischer Religion nach Hemmelte. Für über 60 neue schulpflichtige Kinder reichte der Schulraum nicht aus. Es wurde erneut erweitert und vorübergehend eine Klasse als „evangelische Schule“ geführt.
1968 wurde die Schule vorübergehend vierklassig. Zum 1. August 1969 allerdings wurden die Klassen 5 bis 9 nach Lastrup abgeschult.
Von nun an mussten die Hemmelter um den Erhalt ihres Schulstandortes kämpfen. In einer beispiellosen Aktion bauten sie sich ihre Schule fast selbst. Um im Kostenrahmen zu bleiben, erklärten sich alle Hemmelter Handwerker und Familien bereit, beim Schulbau je zwei Tagwerke kostenlose Arbeitsleistung zu erbringen. Mit Erfolg! Schon am 29. November 1971 fand der erste Unterricht in dem neuen Schulgebäude statt.
Im Rahmen der Schulneuordnung entschied man sich, die Grundschule in Hemmelte zu belassen. Hier befindet sie sich bis heute. Im Schuljahr 2020/21 werden 74 Kinder in vier Klassen in der Grundschule Hemmelte unterrichtet.

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