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In den Jahren 1945 bis 1947 kamen viele evangelische Flüchtlinge und Heimatvertriebene in das damals rein katholische Lastrup. Sie mussten sich unter schwierigen Bedingungen eine neue Existenz aufbauen. Die seelsorgerische Betreuung erfolgte von Cloppenburg und Essen aus, bis 1948 Pastor Eugen Bauer nach Lastrup kam.
In diesem Jahr erlangte die evangelische Gemeinde den Status einer „Kapellengemeinde“. Dank des Entgegenkommens des katholischen Pfarrers Götting konnten die evangelischen Gottesdienste in der katholischen Pfarrkirche St. Petrus gehalten werden. Nach den Plänen des Architekten Dietrich Schelling erfolgte 1956 schließlich der Bau der Christuskirche. Dabei wurden viele Arbeiten in Eigenleistung der Gemeindemitglieder ausgeführt.
Am 3. Advent 1956 konnte die Christuskirche in einem festlichen Gottesdienst durch Bischof Gerhard Jacobi aus Oldenburg eingeweiht werden. Die Altarwand mit dem Motiv des thronenden Christus wurde erst 1960 durch den Kirchenmaler Hermann Oetken gestaltet. Fünf Jahre später erhielt die Kirche ihre Orgel. Bei der ersten größeren Renovierung 1982 wurden die vom Künstler Max Herrmann entworfenen Seitenfenster eingesetzt. Sie sollen die Spannung zwischen der Zerrissenheit und Vollendung der Welt zum Ausdruck bringen. Eine weitere Instandsetzung erfolgte 2005.
Per Kirchengesetz wurde 1983 die Kapellengemeinde in eine Kirchengemeinde umgewandelt. Seit 1948 werden die evangelischen Gemeinden Lastrups und Linderns unter einem Pfarramt geführt, sie pflegen regen Austausch.

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