Heinrich Schröder Landmaschinen KG

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Moin! Schön, dass Ihr mich besuchen kommt! Berend Heinrich Schröder ist mein Name. Ich komme eigentlich aus Eydelstedt, das liegt knapp 30 Km südlich von hier. Aber es gab einen guten Grund, warum ich nach Wildeshausen gekommen bin. Hach, meine Gesine, meine große Liebe! Sie wurde meine Frau, und damit hab ich mächtig Glück gehabt, das will ich Euch sagen!
Im selben Jahr, 1810, gründete ich genau hier in der Kleinen Straße eine Amtsschmiede. Ich bin nämlich Schmied, und zwar ein sehr anständiger, wenn ich das sagen darf! Trotzdem waren die Anfänge in meiner Werkstatt alles andere als leicht, denn zu dieser Zeit beherrschte Napoleon fast ganz Europa. Es herrschte Krieg und damit Mangel. Ich hatte Mühe, mir ordentliches Werkzeug und Material zu beschaffen. Doch irgendwie wussten wir uns dann doch immer zu helfen.
Meine Schmiede stand übrigens in guter Gesellschaft, denn es gab hier mehrere Stellmacher-Werkstätten. Wie? Ihr wisst nicht, was Stellmacher sind? Naja, sowas gibt es ja zu Eurer Zeit auch kaum noch: Stellmacher stellen Räder für Acker-Wagen oder für feine Kutschen her. Wenn also der Stellmacher Rad und Speichen aus Holz fertiggestellt hatte, kam er zu mir. Hier bekam es als Verstärkung rundum ein stabiles eisernes Band umgelegt. Ich kann Euch sagen, das war gar nicht so von ohne: Das Eisen musste heiß genug sein, damit ich es in Form bringen konnte, und die langen Eisenbänder waren nicht gerade handlich. Aber ich stellte mich dabei nicht ungeschickt an, und so hatte ich bald treue Kundschaft. Dazu kam anfangs immer wieder auch die französische Kavallerie, der ich die Pferde beschlug. Als die ab 1813 jedoch ausblieb, war ich nicht traurig, denn nun wurden die Zeiten ruhiger. Frieden hielt Einzug und der Großherzog kehrte zurück in sein schönes Oldenburger Schloss.
Inzwischen ist das alles über 200 Jahre her, aber den Betrieb, den ich einst gegründet habe, den gibt es heute noch, fortgeführt in der 7. Familiengeneration, worauf wir mächtig stolz sein können, will ich meinen!
Nach dem 2. Weltkrieg wurde es meinen Nachfolgern in der Kleinen Str. zu eng und wir zogen in die Heemstr., nicht weit von hier, um. Und da sitzen wir noch immer! Aber nicht nur da. Inzwischen hat die Heinrich Schröder Landmaschinen KG über 40 Standorte in ganz Europa und über 1.200 Mitarbeitende stehen heute bei ihr in Lohn und Brot!
Aber angefangen hat alles genau hier mit meiner Frau Gesine, meiner Werkstatt und mit meiner Arbeit, die bei den Bauern der Umgebung einen Ruf begründete, für den meine Nachfahren heute noch stehen! Ganz nach dem Motto: Landwirtschaft dient allen!