Wer sich diesen Ort hier auf der Landkarte aus der Vogelperspektive ansieht, dem wird im Keil zwischen den beiden zusammenlaufenden Autobahnen A 29 und A1 eine sehr große, seltsam anmutende Struktur auffallen. Ihr ursprünglicher Kern scheint weitgehend dreieckig zu sein, wobei diese klare Geometrie des Ortes mittlerweile vielfältig von Erweiterungen überformt ist. Es handelt sich dabei um den seit 2013 existierenden Metropolpark Hansalinie, ein riesiges, 307 Hektar großes Ansiedlungs- und Investitionsprojekt mit denkbar günstigen Möglichkeiten für Logistik, Industrie, Gewerbe und Dienstleistung.
Der Metropolpark ist seinerzeit jedoch nicht auf der grünen Wiese entstanden, denn das Gelände ist allemal geschichtsträchtig. Die auffälligen, groß angelegten Strukturen des Geländes stammen nämlich daher, dass hier für fast ein ganzes Jahrhundert einmal ein Fliegerhorst ansässig war. Es sind noch die Strukturen der Start- und Landebahnen zu sehen und auch der bauliche Bestand von etwa 250 sanierten Gebäuden stammt vielfach aus der Zeit, in der hier noch reger Flugbetrieb herrschte.
Die Nachnutzung des 2005 von der Bundeswehr veräußerten Geländes ist in vielerlei Hinsicht beispielhaft für einen erfolgreich vollzogenen Strukturwandel: Ein modernes Logistikzentrum ist hier entstanden, geeignet für Schwerlastverkehr und mit eigenem Bahnanschluss, industrielle Produktionsanlagen inklusive nachhaltigem Energiemanagement und ein Solarpark, der Strom für 4000 Haushalte produziert. Das alles bietet ein Umfeld für mittlerweile mehr als 2000 Arbeitsplätze.
Trotz moderner Umgestaltung ist man sich vor Ort der bedeutenden Vergangenheit des Geländes durchaus bewusst. In der alten Hauptwache am Tor des Geländes finden sich der Sitz der Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn und ihr Museum, das in beeindruckender Weise die Geschichte dieses Ortes bewahrt und in die Zukunft trägt.