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Etwas verwunschen und verwachsen befindet sich vor Ihnen das sogenannte alte Landarbeiterhaus. Obwohl es in Teilen zerfallen ist, birgt es doch eine spannende Geschichte und manch architektonische Besonderheit.
Überlieferungen zufolge wurde dieses schöne, zehn Meter lange und fünf Meter breite, kleine Fachwerkhaus auf dem Hofe Rump bereits Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Das Ankerbalkengefüge findet sich unter einem Satteldach mit einer Eindeckung aus roten Tonpfannen. Die Giebel sind mit langen, waagerechten Holzbrettern verschalt. Die Gefache, also die Räume zwischen den Holzbalken, sind geputzt und bestehen teilweise noch in der ursprünglichen Weise aus Lehm.
In Kneheim erzählt man sich, dass dieses Gebäude einst als Schafstall erbaut wurde. Es lässt sich allerdings nicht ausschließen, dass es zu anderen Zeiten auch als Pferdestall oder Altenteil genutzt wurde.
Im ersten Weltkrieg diente das Haus als Unterkunft für französische Kriegsgefangene, in den 1920er-Jahren als Wohnung für Straßenarbeiter. Zuletzt wurde es bis in die 1950er-Jahre von Flüchtlingsfamilien bewohnt.

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