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Das Haus mit der Adresse Sigge 6 kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Vor 1912 als Vierständerhaus mit Ziegelfachwerk gebaut, steht es heute aufgrund seiner ortsgeschichtlichen Bedeutung unter Denkmalschutz.
Die eher schlicht gehaltenen Gebäude mit den holzverschalten Giebeln und mehreren Hektar Land gehörten einst zum Hof Heinrich Thien, ein Kaufmann aus den Niederlanden, der auch „Jauzen Hinnerk“ genannt wurde. So bekam der Hof zwei Pächterstellen und mindestens zwei Heuerstellen. Heinrich Thien plante, noch weitere Pächterstellen zu errichten. Dies gelang ihm allerdings nicht. Der erste Pächter des Hofes war die Familie von Johannes Plate.
Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde das Haus Sigge 6 nochmal erweitert, indem die Giebel des Hauses und des Stalls vorgezogen wurden und damit die Grundflächen beträchtlich vergrößert wurden.
Viele Jahre fuhr auch die Kleinbahn „Pingel Anton“ direkt vor dem Haus vorbei. Es gab sogar eine Bedarfshaltestelle hinter dem Acker von Hermann Plate. Diese Route wurde während des Krieges auch als Kampflinie genutzt. Dies ist daran erkennbar, dass sich alle 50 Meter entlang der Strecke ein Schutzloch befand.
Über die Jahre wurde der Hof vernachlässigt. Glücklicherweise konnten das Wohnhaus und der Stall ab 1994 durch eine Kernsanierung gerettet werden.

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