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Einen besonderen Anziehungspunkt der Gemeinde Lastrup stellen die Großsteingräber dar. Neben dieser Megalith­anlage auf dem „Sonderling“ gibt es eine weitere bedeutende in westlicher Richtung in den „Oldendorfer Fuhren“.
Die Hauptanlage ist ein sogenanntes neolithisches Ganggrab. Es entstand zwischen 3.500 und 2.800 v. Chr. in der Trichterbecherkultur, einer archäologischen Kultur der Jungsteinzeit. Das Ganggrab ist eine Bauform, die aus einer Kammer und einem baulich abgesetzten, lateralen Gang besteht. Diese Form ist primär in Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Skandinavien sowie vereinzelt in Frankreich zu finden.
Die Grabkammer hier auf dem Sonderling ist 17 Meter lang und 1,5 Meter breit. Von den ehemals 26 Trag- und elf Decksteinen fehlen jeweils sieben. An dem größten Deckstein befindet sich ein Bohrloch von einem Sprengversuch. Um ihre Zerstörung zu verhindern, kaufte der Oldenburger Landesverein die Grabanlage bereits 1884 von einem Bauern.
Dicht daneben liegt das Großsteingrab Dwerschsonderling. Dieses wurde 1886 von Pfarrer Wulf von einer anderen Stelle geholt und hier wieder aufgebaut. Auch diese Anlage ist Ost-West orientiert. Ihre Länge beträgt 7,4 Meter, die Breite zwei Meter. Die Decksteine sind hier nicht mehr vorhanden.

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